Bürger soll zum Thema Minara gefragt werden

Bericht vom Schwarzwälder Boten, 14.10.2014, Markus Reutter

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Das Hallen- und Freibad Minara steht erneut auf dem Prüfstand. Mal wieder. Doch nun spitzt sich die Sache zu. Anlass gibt eine notwendige Dachsanierung im Bereich des Kinderbades, erklärt Hans Buddeberg von der FDP-Fraktion aktuelle Hintergründe. Alleine für diese Reparatur sei ein sechsstelliger Betrag notwendig. Dieses Geld könne nicht leichtfertig in die Hand genommen werden, sondern dann müsse zumindest ein mittelfristiger Erhalt des Bades gewährleistet sein. Doch für eine Gesamtsanierung des Minaras stehen ganz andere Beträge im Raum. Buddeberg spricht von drei bis vier Millionen Euro an Investitionskosten, um das mittlerweile 40 Jahre alte Minara wieder auf Vordermann zu bringen. „Auch wir sprechen uns mit Begeisterung für den Erhalt des Minaras aus, aber unter dem Vorbehalt einer soliden Finanzierung“, gibt Buddeberg die Haltung der FDP-Fraktion wieder, die gestern zu einem Pressegespräch eingeladen hatte. Anlass bot eine von Architekt Michael Rebholz und dessen Projektentwickler Günter Tarlatt, beides FDP-Mitglieder, vor Monaten angeregte Diskussion zu einem interkommunalen Bad, damit nicht jede Kommune die Kosten für ein eigenes Bad tragen müsse.

Die Fraktion sieht den Bedarf des Minaras in Bad Dürrheim gerade für den Schul- und Vereinssport, aber auch für Kinder und Familien. Doch wieviel ist der Bürger bereit, in den Erhalt des Minara zu investieren? „Eine solide Finanzierung von drei Millionen Euro kommt voraussichtlich nicht ohne Steuererhöhung aus“, zeigt Buddeberg Konsequenzen auf.

Die FDP-Fraktion, aber auch die Gesellschafterversammlung der Kur und Bäder GmbH wollen mittels Bürgerbeteiligung klären, wie es mit dem Bad weitergehen soll, informiert Buddeberg. Die FDP-Fraktion geht davon aus, dass auch die Stadtverwaltung diesen Weg befürwortet und im Laufe des nächsten halben Jahres eine Bürgerbefragung durchführen wird. Falls die Stadt bis zum Jahresende nicht in dieser Weise aktiv werde, werde die FDP-Fraktion einen entsprechenden Antrag stellen.

In der Bürgerbefragung müsse transparent aufgezeigt werden, welche Kosten für einen Erhalt des Minaras entstehen, wie diese finanziell geschultert werden und welche Opfer der Bürger hierfür in Kauf nehmen müsse. Das Ergebnis einer solchen Befragung gebe dem Gemeinderat letztlich eine Basis für seine Entscheidung zur Zukunft des Bades.

Die Stadt forciert das Thema und hat die Presse zu einem Termin diesen Donnerstag im Minara eingeladen. Dann soll laut Pressereferentin Patricia Ehret der Sanierungsaufwand beim Minara umrissen und ein weiteres mögliches Vorgehen aufgezeigt werden.

 

Bericht vom Südkurier, 14.10.2014, Susanna Kurz

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Minara-Erhalt unter Vorbehalt

Bad Dürrheim – Das Minara steht derzeit stark in der Diskussion: Sanieren oder schließen? Das ist die große Frage, über die der Gemeinderat in der nächsten Zeit zu entscheiden hat.

Das Minara, Sportbad und Sorgenkind, steht wieder in der Diskussion. Aufgrund eines Wasserschadens beim Kinderbecken, dessen Reparatur um die 100 000 Euro kosten würde, wird der Fortbestand des 40 Jahre alten Bads derzeit wieder heiß vom Gemeinderat diskutiert. Die Sorge besteht, wenn eine Stelle aufwändig und teuer repariert wird, könnte es an einer anderen weitergehen. Um das Minara auf den neusten Stand zu bringen, könnten Summen von bis zu vier Millionen Euro nötig werden.

Das sagt die FDP: „Eine überstürzte Schließung des Minaras ist nicht die Position der FDP“, betont Hans Buddeberg. „Wir müssen uns in der nächsten Zeit aber ernsthaft mit dem Minara befassen. Es besteht großer Handlungsbedarf.“ Der Gemeinderat stehe vor einer „sehr, sehr schwierigen Entscheidung“ und allmählich vor der Frage, ob das Bad funktionsfähig erhalten wird oder man eine Schließung in Kauf nehmen müsse, sollte der finanzielle Rahmen übertroffen werden. Man habe neben dem Bad noch weitere Projekte, die man dringend in Angriff nehmen müsse. Karlheinz Mundinger nennt dabei die Sanierung des Salinenhallendachs.

Die FDP wird sich für die Sanierung einsetzen, wenn die Finanzierung auf einem soliden und seriösen Sockel steht. Möglicherweise müsse dies mit einer Steuererhöhung verbunden werden. Dazu sei es aber dringend notwendig, die Bevölkerung mit einzubeziehen und sie vollumfänglich aufzuklären.

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